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Retail-/Handelsabrechnungsprozess

Dieser Artikel befasst sich mit dem Ablauf und den Details des Retail-/Handelsabrechnungsprozesses von SPACEGOATS. Die Schritte dieses Prozesses und die zugehörigen Begriffserklärungen werden im Detail beschrieben, um den Ablauf besser zu verstehen.

Ablauf

  1. Warenkauf: SPACEGOATS kauft die Ware zu einem vorab vereinbarten Preis.
  1. Verkauf: Der Warenverkauf findet in Europa und den USA über Shopify und Amazon statt.
  1. Kontrolle über Werbung: Der Kunde behält die Kontrolle über die Werbeausgaben und -maßnahmen.
  1. Margenberechnung: SPACEGOATS legt die Margenberechnung für den Endverkaufspreis offen, womit der Verkaufspreis an den Endkunden berechnet werden kann. Alternativ kann ein automatisches, KI-gestütztes Preissetzungstool verwendet werden.
  1. Zahlung: Bei Verkauf der Ware wird der Verkaufspreis an den Kunden im Folgemonat ausgezahlt.
  1. Nicht verkaufte Ware: Sollte sich die Ware nicht innerhalb der vereinbarten Frist verkaufen, überweist SPACEGOATS den Verkaufspreis an den Kunden, abzüglich eines Abschlags.
  1. Warenanforderung: Bei drohendem Warenschwund kann SPACEGOATS automatisch neue Waren anfordern oder der Kunde übernimmt die Anlieferung.

Begriffserklärungen

TACOs: Kunden können ihre Werbekosten und somit TACOs (Gesamtkosten für Werbung im Verhältnis zum Umsatz) eigenständig kontrollieren. Besonders im NEM-Bereich wird eine höhere TACOs-Rate empfohlen, da hier die durch PPC erzielten Rankingvorteile das organische Ranking verbessern können.
Risk Margin: Diese Kennzahl kann reduziert werden, besonders wenn Kosten durch Pauschalen abgedeckt werden. Kunden können diesen Wert nach Belieben anpassen, wobei Kosten wie Rücksendungsrisiken, Aufwände für verlorene Einheiten usw. berücksichtigt werden. Zur Reduzierung benötigen wir vergangene Daten der Kunden. Bei unzureichender Deckung durch unsere Marge von 4,9% wird die Risk Margin verwendet, um das erhöhte Risiko auszugleichen.
Zahlungsmodalitäten: Zahlungen erfolgen jeweils am 4. und 18. des Folgemonats nach Eingang des Verkaufspreises auf dem SPACEGOATS-Geschäftskonto.
Preissetzung: Die Preissetzung kann durch SPACEGOATS mittels Fremdsoftware erfolgen und orientiert sich an einer Marge von 4,9%, zuzüglich der Risk Margin
Werbemaßnahmen: Werbemaßnahmen werden in beiderseitigem Einvernehmen festgelegt und dem Händler als Werbekosten in Rechnung gestellt. Die dabei eingesetzten finanziellen Mittel dienen dazu, die Markenbekanntheit und den Markterfolg zu steigern. Wird ein geringerer Erlös als der vereinbarte Einkaufspreis erzielt z.B. durch eine Reduzierung des Verkaufspreis an Endkunden, werden die Preisreduzierungen als Rabatte und Werbemaßnahmen auf der Servicerechnung in Rechnungen gestellt
Lieferung und Rechnungsstellung: Lieferungen an ein SPACEGOATS-Lager erfolgen entweder nach Vorgabe von SPACEGOATS oder in Absprache mit dem Händler. Rechnungsdaten werden online erfasst und sind essentiell für Auszahlungen. Abweichungen können zur Nichtabrechnung und bei wiederholten Verstößen zu Gebühren führen.
Zusätzlicher logistischer Aufwand: Durch Sondervereinbarungen entstehen für SPACEGOATS erhöhte logistische Aufwendungen, die dem Händler in Rechnung gestellt werden. Eine Aufstellung kann dem Händler bei Bedarf bereit gestellt werden.
Lagerung und Schadensfälle: Bei Beschädigung oder Zerstörung von Vertragsprodukten während der Lagerung verpflichtet sich SPACEGOATS, die Rechte gegenüber dem Lagerdienstleisters zu wahren. Etwaige Entschädigungen werden an den Händler ausgezahlt.
Nichtverkauf von Waren: Waren, die innerhalb der gesetzten Frist nicht verkauft werden, können von SPACEGOATS mit einer Aufwandsentschädigung von 50-75% des Warenverkaufswertes in Rechnung gestellt werden.
Verkaufspreise: Diese sollten mit SPACEGOATS abgestimmt werden, da sie die Grundlage für den Verkaufspreis an den Endkunden bilden. Werbekosten werden als Service abgerechnet. Eine Reduzierung des Verkaufspreises ist möglich, muss aber abgestimmt werden und wird als Werbekosten gewertet.
Berechnung des Verkaufspreises an SPACEGOATS: Hierfür stehen zwei Tabellenblätter zur Verfügung: 'purchase_price_calculation' und 'purchase_price_calculation_forward'. Diese berücksichtigen unterschiedliche Variablen/Kostenfaktoren wie MwSt., Kommission, Risikomarge, TACOs, Versandkosten, Lagerkosten und andere Kosten.
Servicerechnung (SI): In der monatlichen Servicerechnung werden weitere Leistungen, wie Lagerbestandsanpassungen und von den Kunden gebuchte Leistungen (z.B. PPC-Kosten, Verpackungskosten, sonstige Servicekosten von Amazon), abgerechnet.
Differenzbetragsgutschrift (DC): Eine sogenannte self billing Invoice mit negativer Betrag, da hier Aufwendungen in Rechnung gestellt werden, die die Verkaufspreise an SPACEGOATS reduzieren. In der Regel, wenn die Ware nicht innerhalb der ausgemachten Frist verkauft wurde.

Umgang und Bereitstellung von Produkt- und Rechnungsdaten bei SPACEGOATS

Dieser Artikel behandelt die wesentlichen Aspekte im Zusammenhang mit der Bereitstellung und Handhabung von Produkt- und Rechnungsdaten im Kontext von SPACEGOATS. Um eine effiziente und korrekte Abwicklung von Geschäftsprozessen zu gewährleisten, gelten bestimmte Richtlinien und Verfahren.

Datenbereitstellung

Kunden sind verpflichtet, die folgenden Informationen in den entsprechenden Spalten bereitzustellen:
  1. Versanddatum: Das Datum, an dem das Produkt verschickt wurde.
  1. SPACEGOATS SKU: Die eindeutige Produktkennzeichnung gemäß SPACEGOATS-System.
  1. Kanal: Der Vertriebskanal, über den das Produkt verkauft wurde.
  1. Produkt ID (optional): Die spezifische Produktidentifikationsnummer, falls vorhanden.
  1. Anzahl der Einheiten: Die Menge des verkauften Produkts.
  1. Netto VK (laut Rechnung): Der Nettoverkaufspreis des Produkts gemäß der Rechnung.
  1. Rechnungsnummer: Die spezifische Nummer der Rechnung, auf die sich die Transaktion bezieht.
  1. Zielversandlager: Das Lager, an das das Produkt versandt wurde.
  1. Auftraggeber des Versand/Verkaufs: Die Partei, die den Versand oder Verkauf der Einheiten angeordnet oder beauftragt hat.

Wichtige Regeln

  • Keine Datenänderungen: Die bereitgestellten Daten dürfen nicht geändert werden. Jede nachträgliche Änderung kann Kosten verursachen, in der Regel bis zu 50€ pro Zeile.
  • Bundles und Multipacks: Das Produkt, das an SPACEGOATS verkauft wird muss mit dem Produkt, welches an den Endkunden verkauft wird übereinstimmen. Beispielsweise, wenn ein Produkt als 5er Pack verkauft wird, muss es auch als solches in unserem System erfasst sein. Ein 5er Pack und ein einzelnes Produkt können nicht dieselbe SKU/Produktnummer haben.
  • Bei Werbemaßnahmen auf UVP-Reduzierungen gilt Folgendes: Falls der Bruttoverkaufspreis sich beispielsweise durch Rabattaktionen oder andere Reduzierungen so stark verringert, dass der Nettoerlös nach Zahlung der Einkaufspreise an LEST3 unter die im Vertrag festgeschriebene Netto-Marge von 3,3% fällt, ziehen wir die Differenz als “Werbemaßnahmen auf UVP-Reduzierungen” auf der SI ab.

Stichprobenartige Überprüfung

Zur Gewährleistung der Genauigkeit und Konsistenz der Daten wird eine stichprobenartige Überprüfung durchgeführt. Bei Feststellung von Fehlern oder Unstimmigkeiten können dem Kunden Kosten in Rechnung gestellt werden.

Notwendigkeit der Mitteilung bei Änderungen

Sollten Daten geändert werden müssen, ist es zwingend erforderlich, dass der Kunde SPACEGOATS darüber informiert, welche Daten genau geändert wurden. Nicht gemeldete Änderungen können zu Inkonsistenzen in der Abrechnung und zu zusätzlichen Kosten führen.
Die Einhaltung dieser Richtlinien gewährleistet einen reibungslosen Geschäftsablauf und minimiert das Risiko von Fehlern oder Unstimmigkeiten in den bereitgestellten Daten.